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Kultur - Traditionen - Bitte klicken Sie auf die Bilder / das Bild Traditionen, Gebraeuche,
Geschichten, Vergangenheit und kultureller Hintergrund Traditionen, Gebraeuche, Geschichten, Vergangenheit und kultureller Hintergrund der Westkueste Kanada's. "Zur Nahansicht, bitte klicken Sie auf die Bilder." Anmerkungen zum historisch-kulturellen Hintergrund Britisch Columbiens, der Westkueste Kanadas. Das Leben der Indianer(Canadian First Nations People) von der Westkueste Kanadas und ihre Kultur, lassen sich bis ueber 5000 Jahre zurueckverfolgen. Es wurden Dörfer mit einem geschätzten Alter von 9000 Jahren entdeckt. Die ersten Wappenpfähle (totem poles) der Westküste wurden nachweislich vor etwa 2500 Jahren geschnitzt. Wir finden verschiedenartige "Totem Poles", die in zwei wichtige Gruppen unterteilt werden können. Die "Totem Poles" wurden in Gedenken an einen verstorbenen Häuptling aufgestellt. Sie wurden auch beim Errichten der Häuser verwendet und hatten eine große Öffnung die als Eingangstür zum Hausinneren führte. Die ersten Bewohner Nordamerikas waren Jäger des gewaltigen Mammuts.
Die zur Zeit am meisten unterstützte Theorie der Anthropologen beschreibt,
dass die Ureinwohner Nordamerikas vor 10000 bis 30000 Jahren von Sibirien
aus über die Bering-See eingewandert sind.
Diese Ausführungen sind vorwiegend über die ("Pacific Coast Indians") "Canadian First Nations Peolple" sprich die "Ersten Völker" der Westküste Kanadas erzählen. Die West Coast Indians lebten in den Regenwäldern an der Westküste des heutigen Britisch-Columbien. Die "Hauptclans" sind die Haida, Kwagiulth, Skeena, Tsimshian, Gitskan, Nootka, Coast Salish und Bella Coola. Sie besiedelten ebenfalls Vancouver Island und die Queen Charlotte Islands Die Natur stellte den Ureinwohnern(Native People) der Westkueste Kanadas ein ueberaus reichhaltiges Angebot an Nahrungsmitteln zur Verfuegung, so das der Entwicklung eines tiefgreifenden-kulturellen Lebens nichts im Wege stand. Das Leben dieser Menschen orientierte sich in Richtung des Meeres. Die
Haeuser und Doerfer, welche aus grossen Planken des Zedernholzes gefertigt
waren, zeigten ebenfalls in die Richtung der Kueste. Da die Lebensmittelkonservierung vorwiegend durch Raeuchern, Lufttrocknen
und Saltzen angewendet wurde, bestand besonders in den Wintermonaten die
Moeglichkeit, die freie Zeit zu geniessen und sich der Handwerkskunst
und der Kultur zu widmen. Die Portale der "Longhouses" wurden von kunstvoll geschnitzten "Totem Poles" getragen. Viele Häuser der "Westküstenclans" waren massiv und gewaltig. Eines der größten vorgefundenen "Longhouses", war das der "Coast-Salish", es war 170 Meter lang und 20 Meter breit. Die Indianer der Westküste teilten eine gemeinsame Kultur, aber sprachen unterschiedliche Sprachen wie das "Wakashan, Tsimshian, Salishan und Haida". Im Kunsthandwerk der "*Canadian First Nations People" von der
Westkueste Kanadas wurden und werden neue Materialien, Werkzeuge und Techniken
mit einbezogen und angewendet. Kupfer symbolisierte Reichtum und war auch ein Tauschmittel, neben Perlmut aus Kalifornien, Silber und Gold aus Alaska und Tauschperlen(Trading-Beats) aus Russland oder Holland. Ein zentraler Gedanke in der "*Canadian First Nations Peoples"
Kultur war und ist immer noch: Die Kunstfertigkeit der Urbevölkerung und ihr harmonisches Einverständnis
mit der Natur begeisterten die ersten Europäer, die mit den Völkern
Nordamerikas Handel trieben. Der indianischen Kultur liegt eine Weltansicht
zugrunde, die der Natur ausgesprochen nahe steht. Sie ist zu verstehen,
indem man die Erde als heilig respektiert und sich selber als Teil der
Erde ansieht.
Eines der herausragenden Symbole der "North West Coast People"
ist der
Joe Wilsons Zeichen des Rabens beherbergt das Symbol des Frosches und
er schreibt diesem Symbol die Eigenschaften erfinderisch, magisch, selbstsicher
und trickreich zu. (links) Legenden, Sagen und "Totems" der "Ersten
Voelker" von der Westkueste Kanadas. In der heutigen Zeit koennen die kuenstlerischen Ausdrucksweisen und Darstellungen der verschiedenen Staemme ("Tribes" oder "Clans") der Nordwestkueste Kanadas mit einer liberalisierten und offenen Interpretation angesehen werden. Den Geschichten werden oftmals in Kunstwerken neue Aspekte verliehen, Familienwappen("family crests") koennen in die Arbeiten integriert werden mit oder ohne Anspruch auf die alten Rechte der jeweiligen Familie. Es besteht weniger die Notwendigkeit, die strikten Regeln aus der Vergangenheit anzuwenden. Dies gibt den Kuenstlern Moeglichkeiten, die wunderschoenen Geschichten und kraftvollen Zeichen ("Totems") voller Leben und Bewegung, kuenstlerisch auszuarbeiten und die stolze Vergangenheit und Traditionen der "Ersten Voelker Kanada's"(Canadian First Nations") darzustellen und mit neuen Dimensionen zu bereichern. In Elsie Johns Skulpturen und Zeichnungen sind Zeichen und verschiedene Varianten und Konzepte der "Transformationen" eingearbeitet. Erzaehlte Geschichten, werden von den "Ersten Voelkern der Westkueste Kanadas" (Canadian First Nations) auch in Verbindung mit Erinnerungen wie zum Beispiel heroische Ereignisse mutiger Personen oder Naturereignisse aus der Vergangenheit dargeboten und sind oft mit traditionellen Rechten der Familien verbunden. In der Welt der ueberlieferten Erzaehlungen, Taenzen und Gesaengen der "Canadian First Nations" von der Westkueste Kanadas und Ihrer Kunst finden wir Erzaehlungen und Geschichten, die wohl in der "westlichen Welt" am ehesten mit den griechischen Sagen verglichen werden koennten, da sie in der Regel vor langer Zeit entstanden sind und muendlich ueberliefert wurden. Die Begebenheiten und "Wesen" in diesen Ueberlieferungen und ebenso die Darstellungen von Lebewesen, die wir kennen, sind am ehesten zu verstehen, wenn den spirituellen Aspekten ihre eigene uebernatuerliche Welt und Existenz zugesprochen wird. Die folgenden Legenden und Sagen, sind eine freie Uebersetzung der von R. Elsie Johns Familie ueberlieferten Erzaehlungen. Es handelt sich um Zeichen und "Totems", die in muendlicher Form, Taenzen, Gesaengen und in "Potlatches" (traditionelle Feierlichkeiten) ueber tausende von Jahren weitergereicht wurden. Geschichten dieser Art aus der Kultur der Nordwestkueste Kanadas sind in der Regel nicht in niedergeschriebener Form zu finden, da sie Familienbetitz sind und als heilig und ausgesprochen persoenliches Eigentum angesehen werden. Die spirituellen Darstellungen sind losgesloest von unserer logischen Denkensweise und stellen eine faszinierende Ansicht dieser ueberlieferten Welt dar. Unter den mysthischen "Figuren" bestehen versteckte Verbindungen und Interpretationen, die sich ihr eigenes "Universum" in Raum und Zeit schaffen. Ein "Totem" (Zeichen eines Familienwappens) kann fuer mehr als nur eine Darstellung beschrieben werden. Der Baer kann zum Beispiel in einem Familienwappen ("family crest") verwendet werden und die Geschichte des Baeren darstellen oder in einer belehrenden Erzaehlung daran erinnern das "Selbstaufopferung" (self-sacrifice) erstrebenswert sei. Bestimmte "Totems" erscheinen in Elsie's Skulpturen als "Familiensymbol", und geben Ihr das Recht, die dazugehoerigen Geschichten und Gesaenge Ihrer Vorfahren vorzutragen. Die sterbliche Welt ("Mortal World") ist das zu Hause der Menschen
und der bekannten Lebewesen wie Baeren, Woelfe und Voegel. Jedoch gibt
es auch hier uebernatuerliche Kreaturen, wie zum Beispiel "PZUNUKVA",
die wilde Frau der Waelder ("The Wild Woman of the Woods"). Die Herkunft der "Baer-Clan-Familie" Zu diesem Thema passend, mochte ich weitere Kuenstler wie Joe Wilson, Sue Coleman, Jim Johnny und Jim Poitras vorstellen. In einer seiner Zeichnungen zeigt Jim Poitras die "Spirituelle-Baerenfrau" ("Bear Spirit Woman"). (links)"Bear Spirit Woman", von Jim Poitras. Die Kraefte der Bieberfamilie Ein zentrales und wichtiges uebernatuerliches Wesen ist der "Thunderbird"(Donnervogel). Diese Legende begab sich in der "Vorzeit", als ein Wal so riesig wie ein Berg die Ozeane bewohnte. Er hatte einen ausgesprochen grossen Apetit und jedesmal, wenn er hungrig war, kamen grosse Stuerme auf. Die Meere waren leer und ohne Leben, die Lachse kamen nicht zu den Fluessen und die Menschen begannen zu hungern. Einer der maechtigen Haeuplinge erkletterte eine Klippe um das Meer uebersehen zu koennen und flehte den Wal an einen anderen Lebensraum zu finden. Der Wal jedoch ignorierte ihn. Der Wal stillte weiterhin seinen Hunger und es gab nichts zu Essen fuer die Menschen die dort lebten. Letztlich wurden Rituale vorgenommen um eine hoehere Kraft anzuziehen und der "Thunderbird"(Donnervogel) zeigte sich und stellte die Frage, "Was werdet Ihr fuer mich tun?". Einer der hohen Haeuptlinge hatte eine Idee und sagte zum "Thunderbird"(Donnervogel), "Wir werden Dir zu Ehren und fuer Deine Hilfe ein "Wappen"(Crest) adoptieren und neue Rechte einraeumen. Weiterhin werden wir "Totem Poles"(Totempfaele) zu Deinen Ehren errichten, das Zeichen des "Thunderbirds"(Donnervogels) soll ueber allen anderen plaziert sein und fuer alle Zeiten auf der Spitze jedes "Totem Poles"(Totempfaeles) im ganzen Land erscheinen." Der "Thunderbird" fand Gefallen an dem Vorschlag. Die gewaltigen Umrisse des "Donnervogels" brausten aus den stuermigen Wolken heran, aus seinen Augen brachen Blitze und grelles Licht hervor, ohrenbetaeubender Donner rollte von seinen Fluegeln herab. Der "Thunderbird flog in die Meeresbucht, wo sich der Wal aufhielt und fischte ihn aus den wogenden Wassern. Einige sagen, "der "Donnervogel hat den Wal aufgefressen" und andere behaupten, das der "Thunderbird" den Wal fallen gelassen hat und er zu einem Berg geworden sei, den man noch heute auf "Vancouver Island" sehen kann. (links)"Thunderbird & Killerwhale", von Joe Wilson - "Salish"-Kuenstler. Zur Ansicht der Kunstwerke von " Joe Wilson ", bitte "klicken Sie hier." (rechts)"Kwaguilth Thunderbird", von Jim Johnny. Das Zeichen und Symbol des "Raven"(Raben). (links)"The Power of the Raven", von Sue Coleman. Zur Ansicht der Kunstwerke von " Sue Coleman ", bitte "klicken
Sie hier." (rechts)"Raven Shadow", von Sue Coleman. Der Adler Der Adler ist ein Symbol von "Kraft" und "Prestige", und ebenso von "Frieden" und "Freundschaft". Die Adlerfeder Die Adlerfeder wird von den Indianern("First Nations People") der West und -Ostkueste als heilig und spirituell betrachtet. "Eagle feathers"(Adlerfedern) bei "Ken Loo"-("Strangling Wolf"): Adlerfedern sind ein Geschenk des "Alles-Schaffenden"(creator).
Der Adler kreist am "Hoechsten" und hat die "Beste-Sicht". Zur Ansicht des Silberschmucks bei Ken Loo, > "klicken Sie hier" Die grossen Feste der "Potlatches" in der Jahreszeit der Feierlichkeiten. "Potlatch" kann mit dem englischen Wort "gift"(Geschenk)
oder "Indian Business" uebersetzt werden. "Indian Business"
bedeutet in diesem Zusammenhang frei uebersetzt: "Die Abwicklung
der zeremoniellen Geschaeftigkeit der Indianer". Viele Tradizionen aus der Vergangenheit der "Ersten Voelker" (First Nations) an der Westkueste Kanadas, haben sich bis zum heutigen Tage in ihrer Ueberlieferten Form erhalten. Jedoch die Art des Denkens und Verstehens von Zusammenhaengen in der modernen Zeit kann dem vollen Erfassen und Leben des Brauchtums alter Kulturen im Wege stehen. Dies spiegelt sich zum Beispiel in der Jahreszeit der Feierlichkeiten wieder. Was sich urspruenglich in Form von "Potlatches" ueber den ganzen Winter hinziehen konnte, ist in der heutigen Zeit vielfach in wesentlich begrenztere Zeitraeume eingebunden.
Das grosse Fest des "Potlatches" der Indianer("First Nations People"), wurde in der Regel im Winter gefeiert. Dies geschah' in der Folge der Jahreszeiten, nachdem der Vorrat an Nahrungsmitteln in haltbarer Form durch Rauchern, Salzen und Trocknen eingebracht war. Hunderte von Gaesten wurden eingeladen um der Ehrung der Toten, dem Vergeben von Namen und Privilegien beizuwohnen. Weiterhin wurden wichtige Ereignisse festgehalten, die mit der Vergangenheit der Familien verbunden waren. Ein "Potlatch", der sich oft ueber Tage, Naechte oder Wochen hinzieht; zeichnet sich durch Reden, spektakulaeres Theater und Tanzvorfuehrungen aus. Die Taenzer erscheinen als maskierte "Wesen" von Land, Himmel und dem Wasser in Ihren bis zum Boden reichenden "Aprons & dance ropes"(Tanzbekleidung). Diese zeigen in wundervollem Glanz die "Totems"(Familienzeichen) in Form von zum Beispiel dem Killerwal(Orcas), Seechlange, Adler oder dem "Thunderbird"(Donnervogel). Die Taenzer erscheinen in einer bestimmten Reihenfolge, die sich nach den Rechten und dem Rang des "Host Chief's" (gastgebenden Haeuptlings) festlegt.
Die hinter dem "Dance-screen"(Tanzhintergrund) versammelten Familienmitglieder treten hervor und bringen Potlatchgeschenke; andere Familienangehoerige tragen das Festessen fuer die Gaeste herein. Daraufhin versammeln sich Angehoerige der Gastgeberfamilie um das Feuer und praesentieren Potlatchgeschenke. Die Trommler und Saenger befinden sich im Hintergrund der Zeremoniellen Darbietungen. Die Festlichkeiten nehmen ihren Lauf, es wird gespeist, man besucht und unterhaelt sich mit Freunden und macht Plaene fuer die Zukunft. Der direkte Zusammenhang der "Potlatches" mit der gesellschaftlichen Struktur und Kultur der "First Nations" von der Nordwestkueste Kanada's ist gut zu verstehen, wenn man sich den Ablauf dieser grossartigen Feste naeher anschaut. Grosse Mengen materieller Gueter wurden den Gaesten je nach ihrem Rang und Namen ueberreicht. Auf diesem Wege, konnte man sozialen Status erlangen. Der Wohlstand wurde geteilt und dadurch eine komplex vorhandene Oekonomie stimmuliert. Der "Potlatch" war fuer den "Chief" (Haeuptling) die Gelegenheit die Ansprueche aus seiner Ahnenfolge zu erneuern. Einbegriffen waren zum Beispiel Namen, Geschichten, Familienwappen("Totems"), Taenze, Fischrecht und andere Privilegien, die an die naechste Generation weitergegeben werden konnten. Die Gaeste mussten in Form von Geschenken und Guetern fuer Ihre Bezeugung bezahlt werden und stimmten mit den Darbietungen und Auslegungen ueberein, indem Sie die Geschenke akzeptierten und annahmen. Ebenso wurde durch die Vergabe zahlreicher Geschenke die Grosszuegigkeit des Gastgebers bezeugt. Hoch angesehene Gaeste zeigten dem Gastgeber und dem Namen seiner Familie Respekt, indem sie wertvolle Geschenke entgegennahmen. Es gibt auch heute noch Gebiete und Gegenden, wo die "Potlatches" in der alt ueberlieferten Form gefeiert werden und mit seinen grossartigen und praechtigen Aspekten, begleitet von kuenstlerischer Darbietung, erblueht in der heutigen Zeit zusammen mit der Kultur und dem Geist der Indianer("First Nations People") der "Potlatch" der Nord-Westkueste wieder zu neuem Leben.
Gordon Miller's Kunst ist bekannt fuer seine Liebe zum historischen Detail.
Die Kunstwerke zeigen Einzelheiten aus seinen geschichtlichen Studien
und haben Ihren Platz in den beruehmtesten Museen Kanada's gefunden. Sein
Gemaelde der "Haida World Heritage Site" namens "Ninstints"
haengt im Nationalmuseum von Kanada. Auf dem Kunstdruck "Potlatch" bei Gordon Miller, wird das "Whale House" in "Klukwan" dargestellt. Die Gastgeber tragen "Chilkat"-Decken und sind umgeben von Familienschaetzen. Sie sitzen vor einem grossen Gemaelde, dass den Namen "Rain-Screen" traegt. Es handelt sich hier um die Darstellung der im nordlichsten Teil der Westkueste lebenden Tlingit, Sie bewohnen eine der schoensten und wilden Gegenden entlang Alaska's. Zur Ansicht des Kunstdruckes "Potlatch",bei Gordon Miller >
"klicken
Sie hier" bei: Mark Henderson Der "Donnervogel & Killerwal" auch Orcas genannt, sind
zwei Zeichen aus der Mythologie der Indianer der Westkueste Kanadas. Der
Donnervogle war ein grosser uebernatuerlicher Vogel, der mit dem schlagen
seiner Fluegel den Donner kreierte. Killerwale waren seine Hauptnahrung.
Der Donnervogel wuerde zum Wasser hinunter fliegen, den Killerwal fangen,
dann in die Berge fliegen um dort seine Beute zu verspeisen. Tanzhintergruende werden bei Zeremonien der Indianer in den Dorfhaeusern(big houses) aufgehangen. Sie repraesentieren den duennen Schleier, der uns von der mystischen und uebernatuerlichen Welt trennt. Die Darstellungen und Zeichen sind oft die der gastgebenden Familie. Mark Henderson wurde 1953 geboren und ist ein Mitglied der "Wewaikum
Band" in "Campbell River". Mark Henderson July 1999 Zur Ansicht des Dance - Screens, bei Mark Henderson > "klicken Sie hier" Einblicke
in den kulturellen Hintergrund der Taenze, Tanzbekleidung und Theaterstuecke
der "Ersten Voelker"("First Nations") von der Nordwestkueste
Kanada's. Zu den Umgangsformen und der Hoeflichkeit moechte ich erwaehnen, das wenn ein Gast, Stammesmitglied oder Kuenstler sich vorstellt, geschieht dies traditionell in einer bestimmten Art und Weise. Eine Festlichkeit, die mit kuenstlerischen Darbietungen und dem Vergeben von Namen einhergeht, wuerde zum Beispiel ein Anlass sein, sich formell der Tradition entsprechend vorzustellen. Zunaechst wird erwaehnt wer die Grosseltern sind oder waren und daraufhin folgend, von welchem "Haus" man abstammt. In welchem "Haus" man geboren wurde, ist vergleichbar mit dem Nachnamen in der westlichen Kultur. Dies gibt jemandem, der die Zusammenhaenge der Familien einer bestimmten Gegend kennt die Information, in welcher Verbindung die Person, die sich vorstellt mit anderen Leuten in der selben Gemeinschaft steht. Hierzu ist wichtig zu wissen, das die Namensvergebung von der muetterlichen Seite aus weitergereicht wird. Die "Totems" die jedem Kind zugesprochen werden, richten sich ebenfalls nach dieser Regel. Michael gehoert zu dem "Bieber/Adler Clan"
("Beaver/Eagle Clan") der "Nisga" und ist vorwiegend
durch den Einfluss seiner Grossmutter im Sinne und den Gebraeuchen der
"Nisga" aufgewachsen. Er begann seine Einfuehrung in die Welt
des Tanzens und der kunstvollen Fertigung von traditioneller Kleidung
und Tanzmasken im Alter von fuenf Jahren. Der Stamm der "Nisga" hat seinen Ursprung im
"Ness River Valley", einem Tal 500 Kilometer noerdlich von Vancouver,
Britisch Kolumbien's, Kanada. Michaels Liebe zu den Taenzen und der Kunst seiner jahrtausenden alten Kultur transformierte Ihn in einen ausdrucksstarken und geschaetzten Kuenstler des Nordwestens Kanada's und Nordamerika's. Er hat den Auspruch gepraegt, "Mein Ziel ist es, mitzuhelfen, mein Volk zu unterrichten, zu repraesentieren, bekannt zu machen und der Welt mitzuteilen, das wir nicht nur Objekte in Museen sind". Hiermit unterstreicht Michael Dangeli den aeusserst wichtigen Aspekt, das die Kunst der "Ersten Voelker" der Weskueste eine inovative, lebendige und bis zum heutigen Tage eine sich selbst staendig erneuernde und eigenstaendige Kunstrichtung ist.
Die Taenze und Tanzvorfuehrungen haben verschiedene Hintergruende, Wertigkeiten und Ausdrucksformen. Die Verschiedenheit der Taenze in ein Schema zu pressen, moechte ich hier nicht versuchen. Vielmehr werde ich einzelne interessante Aspekte aufgreifen und versuchen Diese naeher zu erklaeren. Ein Tanz kann zeremonieller und spiritueller Natur sein oder mehr in der Richtung eines Theaterstueckes vorgefuehrt werden. Der spirituelle Tanz beherbergt die Element des heiligen, traditionell geschuetzten; ist daher strengen Regeln unterworfen und wird nicht oeffentlich das heisst ausserhalb der Gemeinschaft dargeboten. Hier handelt es sich zum Beispiel um Festlichkeiten wie "Potlatches"(Die grossen Feste des "Potlatches" wurde in der Regel im Winter gefeiert.) oder Festlichkeiten die in "Longhouses"(grosszuegig angelegte und kunstvoll verzierte Gemeinschaftshaeuser) abgehalten werden. Diese Art des traditionellen Tanzens in der Gemeinschaft wird auch "Clan-Dancing" genannt. Es werden natuerlich in der Regel Gaeste eingeladen, die an den jeweiligen Festlichkeiten oder Anlaessen teilhaben. Alle Taenze, die keine strenge Bindung an die traditionellen Regeln und Vorschriften haben, koennen "oeffentlich" aufgefuehrt werden und werden auch nach Absprache mit den "Aeltesten"(Elders) modifiziert, umgebaut oder neu entworfen. Es ist nicht ungewoehnlich, das neue Lieder und Taenze komponiert und verfasst werden. Die "Altesten" um Rat zu fragen oder die neuen Taenze und Lieder mit Ihnen zu beprechen, um sicher zu stellen, das das Kulturgut entsprechend gehandhabt wird, ist eine Sache von Ehre, Respekt und Selbstverstaendniss. Einen neuen Tanz, Theaterstueck oder Lied ins Leben zu rufen, ist auch ein Lernprozess, da das "Feedback" der "Aeltesten" in einem offenen Dialog mit einfliesst, die Vergangenheit mit einbezogen wird und in jedem neuen Werk wiedergespiegelt ist. Der Einfuehrungstanz "Chief" Michael Dangeli's Tanzgruppe ist der "Clan-Dance". Er stellt die vier "Clans" und Ihre Symbole an den Anfang der Vorfuehrung und zeigt so auf, wie Diese im "Clan-Systhem" in Zusammenhang stehen. In dieser Weise, stellt sich die Tanzgruppe selber vor und erklaert die Reihenfolge der Masken und Zeichen. Im Einfuehrungslied erscheint der Adler(Eagle) als Erster und der Rabe(Raven), Killerwhal(Blackfish- Killerwhale-Orcas) und Wolf(Wolf) folgen. Das Auftreten der verschiedenen "Clan-Zeichen" in dieser Reihenfolge steht nicht mit dem Rang eines Symbols in Verbindung, es ist lediglich die Auswahl der Tanzgruppe. Jedoch hat jedes Zeichen seinen eigenen Bezug im Sinne einer Historischen Begebenheit oder Geschichte, die diesem "Familien-Symbol" zugeordnet ist. Es gibt viele Taenze und muendlich ueberlieferte Geschichten ueber die Enstehung und spirituelle Verbindung zu jedem der "Familienzeichen". Die Legenden und Taenze beschreiben, das vor langer Zeit, als die Menschen von dem "Erschaffenden"("Creator") auf die Erde gebracht wurden, Dieser ebenfalls vier "Haeuser"("Longhouses") mit den verschiedenen Familienzeichen aufstellte. Der "Creator" unterschied auf diese Weise die Familien voneinander und bis zum heutigen Tag werden die Symbole der Familien bei der Partnerwahl beachtet um Familiennahe Beziehungen zu vermeiden.
Viele Masken haben menschliche Zuege, sie symbolisieren Transformation und weisen so auf die innere Verbindung von Mensch und Zeichen("Totems") hin. In der Welt der ueberlieferten Legenden, Erzaehlungen, Taenzen und Gesaengen der "Ersten Voelker" finden wir Geschichten vor, die in der "westlichen Welt" mit den antiken Sagen der Griechen verglichen werden koennen. Diese wurden muendlich oder in Form von Vorfuehrungen weitergereicht oder als Neudarbietung einstudiert. Der Begriff der Transformation spielt eine wesentliche Rolle in der Mythologie und dem Leben der "First Nations" an der Westkueste. Die Gegenwart kann hier als kreativer Uebergang von Vergangenheit und Zukunft angesehen werden. Den Tag zu leben - das Augenmerk auf die Zukunft gerichtet; jedoch mit dem Hintergrund, der stolzen Vergangenheit gerecht zu werden. Als Vorsatz: "Erneuere Dich, setze Dir eine weitere Huerde, die es zu ueberschreiten gilt; indem Du die Vergangenheit ehrst, jedoch einen neuen Tag bewusst erlebst und so ein Stueck Geschichte durch Dich in Szene gesetzt wird."
Als wichtiges Beispiel moechte ich den Kopfschmucktanz
erwaehnen. Ein "Chief" wird vom Erbrecht her in seine Position hineingeboren, muss jedoch seiner Aufgabe gemaess leben um anerkannt zu werden, da die Moeglichkeit besteht Ihn abzusetzen. Er hat die meisste Verantwortung in der Gemeinschaft, erwirbt Weisheit und Wissen in seiner Erziehung und ist in jeder Weise die Stuetze der Gesellschaft. Ein "Chief" wuerde in der Regel nicht selber tanzen, da dies seinem Stande nicht angemessen ist. Tanzen ist ein Weg um Kraft und innere Staerke zu zeigen und ein "Haeuptling" braucht sich nicht mehr in der Form von Taenzen zu beweisen, da er einem der hoechtsten Raenge angehoert. Er erfaehrt Ehrung durch Gesaenge oder Taenze die fuer Ihn geschrieben werden. Auf diese Weise kann ein durch Taten beruehmter "Chief" in den Texten Theaterstuecken und Vortraegen, die Ihm angedacht sind eine Art Unsterblichkeit erlangen, da Diese von Generation zu Generation weitergereicht werden. Ein weiterer Tanz traegt den Namen "Challenge"("Herausforderung"). Dieser Tanz hat eine ausserordentlich grosse Bedeutung fuer die Maenner und Frauen die in dieser Auffuehrung mitwirken. Die geladenen Gaeste und Zuschauer verfolgen die Darbietung ebenfalls voller Spannung, da das Augenmerk hier auch auf das "Karisma" der Taenzerinnen und Taenzer gerichtet ist. Festlichkeiten wie "Potlatches" bieten sich natuerlich auch zur Partnersuche an, da in der Regel viele Gaeste von Nah und Fern eingeladen werden um an den zeremoniellen Ereignissen teilzunehmen. Alle "Zeichen" werden einzeln aufgerufen, treten hervor und nehmen an dem "Challenge-Dance" teil, so das die Zuschauer sehen koennen zu welchem "Haus"(Familie) die jeweiligen Taenzerinnen und Taenzer gehoeren. Der Tanz ist in voller Bewegung und harmonie mit der Musik, jeder gibt sein Allerbestes. Die Aufmerksamkeit ist nun auf die Trommler gerichtet, da sie jeden Moment den Takt unterbrechen werden. Das ist das Zeichen fuer die Taenzer in die Hocke zu gehen und wer diesen Schritt am tiefsten ausfuehrt, zeigt so seine Kraft, Ausdauer und Reaktionsfaehigkeit. Die Taenzerinnen zeigen in diesem Teil des Tanzes Ihre Eleganz und Geschmeidigkeit. Die Trommler nehmen den Takt wieder auf und die Tanzgruppe passt sich der Musik an und es erscheint, als ob die Trommeln nie aufgehoert haetten zu spielen.
Der Klang der handgefertigten Trommeln und Musikinstrumente, die Tanzbekleidung, die Masken oder auch Puppen und andere Objekte, die zu Vorfuehrungen verwendet werden, sind dazu in der Lage, einen das "Hier" und "Jetzt" vollkommen vergessen zu lassen und man wird in eine Stimmung versetzt, die nur schwer zu beschreiben ist. Ich wuerde es als ein "magisches" Gefuehl der "Schwerelosigkeit" beschreiben, als ob man in eine neue spannungsvolle Dimension eintaucht oder entfuehrt wuerde. Wie aus einem Seestern strahlendes Licht wird Freie Uebersetztung nach Rober James Challengers Erzaehlung "Starfish Becomes a Shining Light" aus "Salmon's Journey and more Northwest Coast Stories", von Michael Schumacher Eine dramatische, mythische Figur, die oft von Kwagiutl
Kuenstlern portraitiert wurde ist Sisiutl, die zweikoepfige Seeschlange. An der Kueste des Ozens flackerte ein abendliches Feuer,
als die Familie im Camp ueber den ver-gangenen Tag sprach um nun den
kommenden Tag vorzubereiten. "Alle Rechte weltweit vorbehalten durch Island Art Publishers und die Kuenstler" |