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Traditionen, Gebraeuche, Geschichten, Vergangenheit und kultureller Hintergrund
der Westkueste Kanada's
| Legenden, Sagen und "Totems" der "Ersten Voelker" von der
Westkueste Kanadas.
| Die grossen Feste der "Potlatches" in der Jahreszeit der Feierlichkeiten. |
Einblicke in den kulturellen Hintergrund der Taenze, Tanzbekleidung und Theaterstuecke der
"Ersten Voelker"("First Nations") von der Nordwestkueste Kanada's.
| Seesterntransformation | Sisiutl | Adlerreflektion

Traditionen, Gebraeuche, Geschichten, Vergangenheit und kultureller Hintergrund der Westkueste Kanada's.

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Anmerkungen zum historisch-kulturellen Hintergrund Britisch Columbiens, der Westkueste Kanadas.

Das Leben der Indianer(Canadian First Nations People) von der Westkueste Kanadas und ihre Kultur, lassen sich bis ueber 5000 Jahre zurueckverfolgen. Es wurden Dörfer mit einem geschätzten Alter von 9000 Jahren entdeckt. Die ersten Wappenpfähle (totem poles) der Westküste wurden nachweislich vor etwa 2500 Jahren geschnitzt. Wir finden verschiedenartige "Totem Poles", die in zwei wichtige Gruppen unterteilt werden können. Die "Totem Poles" wurden in Gedenken an einen verstorbenen Häuptling aufgestellt. Sie wurden auch beim Errichten der Häuser verwendet und hatten eine große Öffnung die als Eingangstür zum Hausinneren führte.

Die ersten Bewohner Nordamerikas waren Jäger des gewaltigen Mammuts. Die zur Zeit am meisten unterstützte Theorie der Anthropologen beschreibt, dass die Ureinwohner Nordamerikas vor 10000 bis 30000 Jahren von Sibirien aus über die Bering-See eingewandert sind.
Mit ihrer Jahrtausende alten Geschichte stellen die "Ersten Nationen" einen bedeutenden und besonderen Teil der kanadischen Gesellschaft dar. Es gibt landesweit 608 Stämme mit ca. 500000 Mitgliedern. In Kanada unterscheidet man drei Gruppen autochthoner Völker: die Indianer, die Inuit und die Metis, Nachfahren der Halbblut -Indianer. Die Indianerkulturen sind die der Plains Indians, der Woodland Indians, der Plateau Indians, der Iroquoian Indians, der Pacific Coast Indians und der Indianer der "Mackenzie- und Yukon River Basins".

"Totem Poles"
im "Stanley-Park"
Vancouver
Britisch-Columbien Kanada.

Diese Ausführungen sind vorwiegend über die ("Pacific Coast Indians") "Canadian First Nations Peolple" sprich die "Ersten Völker" der Westküste Kanadas erzählen. Die West Coast Indians lebten in den Regenwäldern an der Westküste des heutigen Britisch-Columbien. Die "Hauptclans" sind die Haida, Kwagiulth, Skeena, Tsimshian, Gitskan, Nootka, Coast Salish und Bella Coola. Sie besiedelten ebenfalls Vancouver Island und die Queen Charlotte Islands

Die Natur stellte den Ureinwohnern(Native People) der Westkueste Kanadas ein ueberaus reichhaltiges Angebot an Nahrungsmitteln zur Verfuegung, so das der Entwicklung eines tiefgreifenden-kulturellen Lebens nichts im Wege stand.

Das Leben dieser Menschen orientierte sich in Richtung des Meeres. Die Haeuser und Doerfer, welche aus grossen Planken des Zedernholzes gefertigt waren, zeigten ebenfalls in die Richtung der Kueste.
Im Alltag eingebunden, war das Befahren des Meeres mit den kunstvoll gefertigten Holzbooten(canoes), Jagen, Fischen, das Betreiben von Handel und eine Reihe von handwerklichen Taetigkeiten.

Da die Lebensmittelkonservierung vorwiegend durch Raeuchern, Lufttrocknen und Saltzen angewendet wurde, bestand besonders in den Wintermonaten die Moeglichkeit, die freie Zeit zu geniessen und sich der Handwerkskunst und der Kultur zu widmen.
Wir finden eine Vielzahl von handgefertigter Kunst und Kultgegenstaende der verschiedensten Materialien vor, welche bis zum heutigen Tage gefertigt werden und als Schmuck oder in Ritualen, Taenzen und Feierlichkeiten aufzufinden sind.

Die Portale der "Longhouses" wurden von kunstvoll geschnitzten "Totem Poles" getragen. Viele Häuser der "Westküstenclans" waren massiv und gewaltig. Eines der größten vorgefundenen "Longhouses", war das der "Coast-Salish", es war 170 Meter lang und 20 Meter breit. Die Indianer der Westküste teilten eine gemeinsame Kultur, aber sprachen unterschiedliche Sprachen wie das "Wakashan, Tsimshian, Salishan und Haida".

Im Kunsthandwerk der "*Canadian First Nations People" von der Westkueste Kanadas wurden und werden neue Materialien, Werkzeuge und Techniken mit einbezogen und angewendet.
Zum Beispiel aus Stahl gefertigte Werkzeuge, die in der Schnitz-und Gravurtechnik eingesetzt werden.

Kupfer symbolisierte Reichtum und war auch ein Tauschmittel, neben Perlmut aus Kalifornien, Silber und Gold aus Alaska und Tauschperlen(Trading-Beats) aus Russland oder Holland.

Ein zentraler Gedanke in der "*Canadian First Nations Peoples" Kultur war und ist immer noch:
Die Einheit allen Lebens - ( "*The Oneness Of All Life*" ).

Die Kunstfertigkeit der Urbevölkerung und ihr harmonisches Einverständnis mit der Natur begeisterten die ersten Europäer, die mit den Völkern Nordamerikas Handel trieben. Der indianischen Kultur liegt eine Weltansicht zugrunde, die der Natur ausgesprochen nahe steht. Sie ist zu verstehen, indem man die Erde als heilig respektiert und sich selber als Teil der Erde ansieht.
Die soziale Struktur variierte von Stamm zu Stamm und bestand vorwiegend aus drei Gruppen, den "Noblen", den "Gewöhnlichen" und den Sklaven. Ebenso bestand eine aristokratische Schicht, die durch das Geburtsrecht der jeweiligen Familie entstand und weitergegeben wurde.
Die Mythen der Indianer, in denen ihre Anschauungen Gestalt annehmen, erzählen von Zeiten, wo die Menschen und Tiere miteinander kommunizieren konnten. Der Mensch war nicht an seinen Körper gebunden, und es war möglich mit übernatürlichen Wesen und Tieren auf der Traumebene in Verbindung zu treten. Die Verehrung von Tieren und übernatürlichen Wesen im Ahnenkult, die "Totems" genannt werden, sind demzufolge von den Künstlern der Westküste in ihrer Tierform oder überlieferten -"traumvisuellen Form" dargestellt. Die bekanntesten "Totems" sind Killerwal (Orka), Adler, Rabe, Bär, Wolf und Donnervogel (Thunderbird).

"Killer Whale"
bei:
Joe Wilson
Salish-Kuenstler

"Small Eagle"
bei:
Joe Wilson
Salish-Kuenstler

Eines der herausragenden Symbole der "North West Coast People" ist der
"Killer Whale". Traditionelle Legenden rühmen die außerordentlichen Kräfte des Killerwals, die respektiert und verehrt werden.(links)
(rechts)Diese Darstellung repräsentiert einen Adler, der soeben aus dem Ei geschlüpft ist. Die tiefere Bedeutung in diesem Zeichen ist der Neubeginn, ein neuer Start oder ein neues Leben. Bei Joe Wilson, Salish-Kuenstler.
Die meisten Familien hatten ihr eigenes Wappen ("Crest mit Totems"), vergleichbar mit den Familienwappen in Europa. Diese "Totems" wurden in vielfältiger Form ausdrucksvoll präsentiert und fanden kunstvolle Verwendung auf zeremonieller Kleidung oder Masken und Schmuck, den Häusern, Truhen, Schüsseln und Löffeln. Auch wurden die "Totems" in Form von Tätowierungen des Körpers und dem Bemalen des Gesichts gezeigt. Bei Festen verwendete man Schüsseln oder Schalen, die in der Form von Tieren und "Totems" geschnitzt waren.
Durch diese Hingabe zu den kunstvoll angefertigten Familienwappen, den "Totems" und den übernatürlichen Wesen im Ahnenkult, entstand an der Westküste Kanadas eine hochentwickelte und ausdrucksvolle Kunstform; die in der heutigen Kunstwelt als eigenständige Kunstrichtung angesehen ist und in Museen der ganzen Welt ein zu Hause gefunden hat.

"Raven"
bei: Joe Wilson
Salish-Kuenstler

"Sea Otter"
bei: Mark Henderson
Wewalkum-Künstler

Joe Wilsons Zeichen des Rabens beherbergt das Symbol des Frosches und er schreibt diesem Symbol die Eigenschaften erfinderisch, magisch, selbstsicher und trickreich zu. (links)
(rechts)Das Symbol des Seeotters wird traditionell mit Kraft verbunden. Bei Festlichkeiten wird die Geschichte des Seeotters auch als Tanz gezeigt.

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Legenden, Sagen und "Totems" der "Ersten Voelker" von der Westkueste Kanadas.
Alle Ausfuehrungen in diesem Bericht, die keinem anderen Kuenstler zugeordnet wurden, sind eine freie Uebersetzung der von R. Elsie Johns Familie ueberlieferten Erzaehlungen.
Elsie beschreibt Ihre Philosophie als respektvoll den Tieren gegenueber, die Ihr Arbeitsmaterialien zur Verfuegung stellen. Sie verwandelt Diese in einzigartige Kunstobjekte und gibt den Tieren auf Ihre spezielle Weise Unsterblichkeit. Dies fuellt Elsie's Leben aus und hilft Ihr die Tiere, welche eine so bedeutsame Rolle in der Kultur der "Native People" spielen naeher zu fuehlen und spirituell zu erleben.
Zur Ansicht der Kunstwerke und Biographie von " R. Elsie John ", bitte "klicken Sie hier."

In der heutigen Zeit koennen die kuenstlerischen Ausdrucksweisen und Darstellungen der verschiedenen Staemme ("Tribes" oder "Clans") der Nordwestkueste Kanadas mit einer liberalisierten und offenen Interpretation angesehen werden. Den Geschichten werden oftmals in Kunstwerken neue Aspekte verliehen, Familienwappen("family crests") koennen in die Arbeiten integriert werden mit oder ohne Anspruch auf die alten Rechte der jeweiligen Familie. Es besteht weniger die Notwendigkeit, die strikten Regeln aus der Vergangenheit anzuwenden. Dies gibt den Kuenstlern Moeglichkeiten, die wunderschoenen Geschichten und kraftvollen Zeichen ("Totems") voller Leben und Bewegung, kuenstlerisch auszuarbeiten und die stolze Vergangenheit und Traditionen der "Ersten Voelker Kanada's"(Canadian First Nations") darzustellen und mit neuen Dimensionen zu bereichern. In Elsie Johns Skulpturen und Zeichnungen sind Zeichen und verschiedene Varianten und Konzepte der "Transformationen" eingearbeitet.

Erzaehlte Geschichten, werden von den "Ersten Voelkern der Westkueste Kanadas" (Canadian First Nations) auch in Verbindung mit Erinnerungen wie zum Beispiel heroische Ereignisse mutiger Personen oder Naturereignisse aus der Vergangenheit dargeboten und sind oft mit traditionellen Rechten der Familien verbunden. In der Welt der ueberlieferten Erzaehlungen, Taenzen und Gesaengen der "Canadian First Nations" von der Westkueste Kanadas und Ihrer Kunst finden wir Erzaehlungen und Geschichten, die wohl in der "westlichen Welt" am ehesten mit den griechischen Sagen verglichen werden koennten, da sie in der Regel vor langer Zeit entstanden sind und muendlich ueberliefert wurden. Die Begebenheiten und "Wesen" in diesen Ueberlieferungen und ebenso die Darstellungen von Lebewesen, die wir kennen, sind am ehesten zu verstehen, wenn den spirituellen Aspekten ihre eigene uebernatuerliche Welt und Existenz zugesprochen wird.

Die folgenden Legenden und Sagen, sind eine freie Uebersetzung der von R. Elsie Johns Familie ueberlieferten Erzaehlungen. Es handelt sich um Zeichen und "Totems", die in muendlicher Form, Taenzen, Gesaengen und in "Potlatches" (traditionelle Feierlichkeiten) ueber tausende von Jahren weitergereicht wurden. Geschichten dieser Art aus der Kultur der Nordwestkueste Kanadas sind in der Regel nicht in niedergeschriebener Form zu finden, da sie Familienbetitz sind und als heilig und ausgesprochen persoenliches Eigentum angesehen werden. Die spirituellen Darstellungen sind losgesloest von unserer logischen Denkensweise und stellen eine faszinierende Ansicht dieser ueberlieferten Welt dar. Unter den mysthischen "Figuren" bestehen versteckte Verbindungen und Interpretationen, die sich ihr eigenes "Universum" in Raum und Zeit schaffen. Ein "Totem" (Zeichen eines Familienwappens) kann fuer mehr als nur eine Darstellung beschrieben werden. Der Baer kann zum Beispiel in einem Familienwappen ("family crest") verwendet werden und die Geschichte des Baeren darstellen oder in einer belehrenden Erzaehlung daran erinnern das "Selbstaufopferung" (self-sacrifice) erstrebenswert sei. Bestimmte "Totems" erscheinen in Elsie's Skulpturen als "Familiensymbol", und geben Ihr das Recht, die dazugehoerigen Geschichten und Gesaenge Ihrer Vorfahren vorzutragen.

Die sterbliche Welt ("Mortal World") ist das zu Hause der Menschen und der bekannten Lebewesen wie Baeren, Woelfe und Voegel. Jedoch gibt es auch hier uebernatuerliche Kreaturen, wie zum Beispiel "PZUNUKVA", die wilde Frau der Waelder ("The Wild Woman of the Woods").
Die Welt der Transformationen und Reinkarnation des
"Mischief Man" ("Trickreicher Mann").
In den meisten Mythologien der Nordwestkueste ist das "Wesen" des "Mischief Man" fuer viele Kreationen, den Kreis von Transformationen und Reinkarnationen verantwortlich. Die Natur des "Mischief Man" ist intelligent und abenteuerlich, jedoch manchmal auch wiederspruechlich, trickreich und selbsterfuellend. Er kann sich willentlich in andere Kreaturen verwandeln und Anderen "Streiche" spielen, die sich je nach den Situationen richten, welche sich zu diesem Zeitpunkt abspielen.

Die Herkunft der "Baer-Clan-Familie"
Sowie alle anderen Tiere, haben auch Baeren die spirituelle Kraft ihr Fell abzunehmen und als Menschen zu erscheinen. In der Regel bevorzugen sie jedoch ihre eigene Form des Baeren. Sie spueren, wenn Menschen auf der Jagd nach ihnen sind und die Geschichte erzaehlt, das einige Baeren sogar eine Vorrausahnung von ihrem Tod hatten. Vor langer Zeit, "verheirateten" sich Barenkinder mit Menschen und die Nachkommen dieser Vorfahren, gruendeten die ersten menschlichen "Baer-Clan-Familien"

Zu diesem Thema passend, mochte ich weitere Kuenstler wie Joe Wilson, Sue Coleman, Jim Johnny und Jim Poitras vorstellen. In einer seiner Zeichnungen zeigt Jim Poitras die "Spirituelle-Baerenfrau" ("Bear Spirit Woman").



(links)"Bear Spirit Woman", von Jim Poitras.
Seine Kunst ist ausgestellt im: "Royal Saskatchewan Museum", "First Nations Gallery, Saskatchewan Indian Federated College-Regina" und im "Akta Lakota Museum" in "Chamberlain, south Dakota".
(rechts)"SPA,IT" - "Mother Bear & Cub" von Joe Wilson - "Salish"-Kuenstler.
Joe Wilson sagt zu seiner Darstellung dieses Symbols, das sich in der Natur die Baerenmutter darum kuemmert den Nachwuchs zu ernaehren und zu beschuetzen. Das Baerenkind in seiner Zeichnung, ist ein "Portait" seiner Tochter und der Ausdruck erinnert Ihn an die Liebe und Freude, die durch Sie in Sein Leben gekommen ist.

Die Kraefte der Bieberfamilie
Der Bieber zeigt sich als normale Kreatur oder kann sein Fell abnehmen und zeitweise menschliche Form annehmen. In Erzaehlungen wird ueber ein weiteres uebernatuerliches Wesen der Bieberfamilie berichtet. Es ist die Rasse der "Riesenbieber". Er hat einen Schwanz der so gross ist, das er mit einem Schlag ein Erdbeben oder einen grossen Sturm verursachen kann. Die Sage berichtet, das die Bieber um sich gegen Angriffe zu schuetzen und zu verteidigen, ihren eigenen Bestand von scharfen Pfeilen und Speeren vorraetig haben. Sie benutzen ihre Zaehne als Werkzeug um ihre Waffen zu schaerfen.

Ein zentrales und wichtiges uebernatuerliches Wesen ist der "Thunderbird"(Donnervogel). Diese Legende begab sich in der "Vorzeit", als ein Wal so riesig wie ein Berg die Ozeane bewohnte. Er hatte einen ausgesprochen grossen Apetit und jedesmal, wenn er hungrig war, kamen grosse Stuerme auf. Die Meere waren leer und ohne Leben, die Lachse kamen nicht zu den Fluessen und die Menschen begannen zu hungern. Einer der maechtigen Haeuplinge erkletterte eine Klippe um das Meer uebersehen zu koennen und flehte den Wal an einen anderen Lebensraum zu finden. Der Wal jedoch ignorierte ihn. Der Wal stillte weiterhin seinen Hunger und es gab nichts zu Essen fuer die Menschen die dort lebten. Letztlich wurden Rituale vorgenommen um eine hoehere Kraft anzuziehen und der "Thunderbird"(Donnervogel) zeigte sich und stellte die Frage, "Was werdet Ihr fuer mich tun?". Einer der hohen Haeuptlinge hatte eine Idee und sagte zum "Thunderbird"(Donnervogel), "Wir werden Dir zu Ehren und fuer Deine Hilfe ein "Wappen"(Crest) adoptieren und neue Rechte einraeumen. Weiterhin werden wir "Totem Poles"(Totempfaele) zu Deinen Ehren errichten, das Zeichen des "Thunderbirds"(Donnervogels) soll ueber allen anderen plaziert sein und fuer alle Zeiten auf der Spitze jedes "Totem Poles"(Totempfaeles) im ganzen Land erscheinen." Der "Thunderbird" fand Gefallen an dem Vorschlag. Die gewaltigen Umrisse des "Donnervogels" brausten aus den stuermigen Wolken heran, aus seinen Augen brachen Blitze und grelles Licht hervor, ohrenbetaeubender Donner rollte von seinen Fluegeln herab. Der "Thunderbird flog in die Meeresbucht, wo sich der Wal aufhielt und fischte ihn aus den wogenden Wassern. Einige sagen, "der "Donnervogel hat den Wal aufgefressen" und andere behaupten, das der "Thunderbird" den Wal fallen gelassen hat und er zu einem Berg geworden sei, den man noch heute auf "Vancouver Island" sehen kann.


"Thunderbird & Killerwhale"
von Joe Wilson - "Salish"-Artist

"Kwaguilth Thunderbird", von Jim Johnny

(links)"Thunderbird & Killerwhale", von Joe Wilson - "Salish"-Kuenstler.
Joe Wilsons ausdrucksvolle Darstellungen in kraeftigen, ansprechenden Farben und in Anlehnung an die Richtlinien der Traditionen von der Nordwestkueste Kanada's sind einzigartig und wunderbar aufeinander abgestimmt.

Zur Ansicht der Kunstwerke von " Joe Wilson ", bitte "klicken Sie hier."

(rechts)"Kwaguilth Thunderbird", von Jim Johnny.
Jim Johnny wurde in Britisch Columbien, Kanada geboren. Er stammt von den "Salish und Kwaguilth people" ab und erlernte die Formen und traditionellen Stiele von dem weltbekannten Tony Hunt. Jim schoefpt aus seinem grossen Wissen ueber die Legenden und Mythologie der "Noth West Coast Native People" und seine Arbeiten richten sich nach den alt ueberlieferten Aspekten in dieser Kultur.

Das Zeichen und Symbol des "Raven"(Raben).
Der Mythos des "Ravens" begab sich vor langer Zeit, die Sonne existierte noch nicht und die Welt war lediglich von einer nicht benannten Lichtquelle schwach beleuchtet. Diese Welt im Halbdunkel beherbergte wenige Lebensformen und eine kleine Zahl von Wesen, die zum Teil schon menschliche Merkmale hatten die "semi-humans". Um diese Zeit begab es sich, das eine Frau bitterlich weinte, da ihre Kinder todgeboren wurden. Ein Fischreiher gesellte sich zu ihr und gab folgenden Rat, "gehe zu dem Strand, finde einen glatten Stein und lege Diesen in das Feuer. Wenn der Stein heiss und schwarz ist, verschlucke ihn." Die Frau nahm den Rat zu Herzen, befolgte die Anweisungen des Reihers und gebar daraufhin in nicht zu langer Zeit den "Raven". Die Legende sagt, das dies der Grund dafuer ist, das der Rabe so schwarz und zaeh ist. Als "Raven" heranwuchs, hatte er eine schwierige Kindheit. Er zog das Unglueck und gefaehrliche Situatuionen sozusagen an.
"Raven" fiel in ein Feuer, wurde in einem Kessel mit heissem Wasser fast gekocht, ein Baum fiel auf ihn und die Stuetze eines abgestellten Bootes ("Canoe") lockerte sich, es stuerzte auf den Boden und wurde ihm zur Falle.
Jedoch benutze er seine uebernatuerlichen Kraeft und ueberlebte so alle Ungluecke, die ihm passierten. "Ravens" Karakterzuege und Eigenschaften sind die Ruhelosigkeit und Neugier, er ist erfinderisch, magisch, selbstsicher und trickreich. Den Raben ueberfaellt sehr schnell die Langeweile, jedoch hat er einen legendaeren Hunger auf alles Essbare und sexuelle Erfuellung. Die Legende sagt, das die beiden letzteren Aspekte "Raven" oft in Probleme verwickeln.



(links)"The Power of the Raven", von Sue Coleman.
Der Wolf, Adler, Baer und Rabe sind vier mythologische Haupt "Clan-Gruppen" der "Ersten Voelker" der Nordwestkueste.
Sue Coleman verwendet in vielen Ihrer Zeichnungen die Darstellungsweise der Integration des "Totem", Symbols oder Zeichen parallel zum jeweiligen Tier. Diese Technik gibt Ihren Kunstwerken eine weitere Dimension und erklaert das jeweilige Symbol in direkter Weise.
Zum Thema "The Power of the Raven Wolf, Eagle" und -"Bear"; zeigt Sue Coleman die "Totems" in Form des geschnitzten "Totempoles" in Verbindung mit den Zeichnungen der Tiere.

Zur Ansicht der Kunstwerke von " Sue Coleman ", bitte "klicken Sie hier."

(rechts)"Raven Shadow", von Sue Coleman.
Eine weitere der vielen Geschichten zum "Raven" ist die Legende des Schattens, uebersetzt von Sue Coleman.
Eines Tages besuchte der Rabe ein neues Dorf in der Hoffnung einen leckeren Bissen guten Essens ausfindig zu machen. Als er ein ein Raeucherhaus entdeckte, dass mit mit Lachsen gefuellt war, versuchte er den dicksten Fisch zu stehlen. Jedoch jedes mal, wenn er den Fisch auf den Boden legte um ihn zu verspeisen, verschwand dieser auf mysterioese Weise und hing kurz darauf wieder an seinem alten Platz auf einer Stange im Raeucherhaus. "Raven" war sehr veraergert und beschloss sich aus dem Staub zu machen, als er bemerket, das sein eigener Schatten ihn verfolgte. Er hatte das Dorf der "Shadow People"(Schattenmenschen) aufgesucht und von diesem Tage an, konnte sich "Raven" nicht von seinem Schatten trennen. Und die Sage berichtet, das der Schatten sich nicht mehr von "Raven" loeste, um ein Auge auf ihn und seine "Tricks" zu werfen.

Der Adler

Der Adler ist ein Symbol von "Kraft" und "Prestige", und ebenso von "Frieden" und "Freundschaft".

Die Adlerfeder

Die Adlerfeder wird von den Indianern("First Nations People") der West und -Ostkueste als heilig und spirituell betrachtet.

"Eagle feathers"(Adlerfedern) bei "Ken Loo"-("Strangling Wolf"):

Adlerfedern sind ein Geschenk des "Alles-Schaffenden"(creator). Der Adler kreist am "Hoechsten" und hat die "Beste-Sicht".
Adlerfedern, werden in "Feierlichkeiten" dazu verwendet, die Verbindung zu eigenen Visionen herzustellen und die Naehe der hoeheren, beschuetzenden spirituellen Welt zu spueren.
Traditionelle Taenzer, verwenden die Adlerfeder auf ihren "*regalias"-(Tanzbekleidung) und zeigen in dieser Form die Verbindung zur "hoeheren spirituellen Welt".

Zur Ansicht des Silberschmucks bei Ken Loo, > "klicken Sie hier"

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Die grossen Feste der "Potlatches" in der Jahreszeit der Feierlichkeiten.

"Potlatch" kann mit dem englischen Wort "gift"(Geschenk) oder "Indian Business" uebersetzt werden. "Indian Business" bedeutet in diesem Zusammenhang frei uebersetzt: "Die Abwicklung der zeremoniellen Geschaeftigkeit der Indianer".
Das Halten von "Potlatches" ist in direktem Zusammenhang mit der gesellschaftlichen Struktur und Kultur der "Ersten Voelker" (First Nations) an der Nordwestkueste Kanada's zu sehen. Es konnte je nach Unfang der zeremoniellen Darbietungen des Festablaufes Jahre der Vorbereitung in Anspruch nehmen, einen grossen und praechtigen "Potlatch" abzuhalten, bei dem hunderte von Gaesten anwesend waren. Tanzvorfuehrungen wurden vorbereitet und einstudiert, Saenger lernten neu componierte Gesaenge, Kunstwerke wurden zur Fertigstellung in Auftrag gegeben, sowie Vorfuehrungen und Reden vorbereitet. Den einzuladenden Gaesten ueberbrachte man die Einladungen in Form eines Besuches. Die Festlichkeiten und Feiern eines bedeutenden "Potlatches" dieses Ausmasses, zogen sich oftmals ueber Wochen hin.

Viele Tradizionen aus der Vergangenheit der "Ersten Voelker" (First Nations) an der Westkueste Kanadas, haben sich bis zum heutigen Tage in ihrer Ueberlieferten Form erhalten. Jedoch die Art des Denkens und Verstehens von Zusammenhaengen in der modernen Zeit kann dem vollen Erfassen und Leben des Brauchtums alter Kulturen im Wege stehen. Dies spiegelt sich zum Beispiel in der Jahreszeit der Feierlichkeiten wieder. Was sich urspruenglich in Form von "Potlatches" ueber den ganzen Winter hinziehen konnte, ist in der heutigen Zeit vielfach in wesentlich begrenztere Zeitraeume eingebunden.

"Potlatch Dancers"
Bei Gordon Miller

Das grosse Fest des "Potlatches" der Indianer("First Nations People"), wurde in der Regel im Winter gefeiert. Dies geschah' in der Folge der Jahreszeiten, nachdem der Vorrat an Nahrungsmitteln in haltbarer Form durch Rauchern, Salzen und Trocknen eingebracht war. Hunderte von Gaesten wurden eingeladen um der Ehrung der Toten, dem Vergeben von Namen und Privilegien beizuwohnen. Weiterhin wurden wichtige Ereignisse festgehalten, die mit der Vergangenheit der Familien verbunden waren.

Ein "Potlatch", der sich oft ueber Tage, Naechte oder Wochen hinzieht; zeichnet sich durch Reden, spektakulaeres Theater und Tanzvorfuehrungen aus. Die Taenzer erscheinen als maskierte "Wesen" von Land, Himmel und dem Wasser in Ihren bis zum Boden reichenden "Aprons & dance ropes"(Tanzbekleidung). Diese zeigen in wundervollem Glanz die "Totems"(Familienzeichen) in Form von zum Beispiel dem Killerwal(Orcas), Seechlange, Adler oder dem "Thunderbird"(Donnervogel). Die Taenzer erscheinen in einer bestimmten Reihenfolge, die sich nach den Rechten und dem Rang des "Host Chief's" (gastgebenden Haeuptlings) festlegt.

Kwakwaka' wakw (Kwakiutl)
"Winter Dance"
Bei Gordon Miller

Die hinter dem "Dance-screen"(Tanzhintergrund) versammelten Familienmitglieder treten hervor und bringen Potlatchgeschenke; andere Familienangehoerige tragen das Festessen fuer die Gaeste herein. Daraufhin versammeln sich Angehoerige der Gastgeberfamilie um das Feuer und praesentieren Potlatchgeschenke. Die Trommler und Saenger befinden sich im Hintergrund der Zeremoniellen Darbietungen. Die Festlichkeiten nehmen ihren Lauf, es wird gespeist, man besucht und unterhaelt sich mit Freunden und macht Plaene fuer die Zukunft.

Der direkte Zusammenhang der "Potlatches" mit der gesellschaftlichen Struktur und Kultur der "First Nations" von der Nordwestkueste Kanada's ist gut zu verstehen, wenn man sich den Ablauf dieser grossartigen Feste naeher anschaut.

Grosse Mengen materieller Gueter wurden den Gaesten je nach ihrem Rang und Namen ueberreicht. Auf diesem Wege, konnte man sozialen Status erlangen. Der Wohlstand wurde geteilt und dadurch eine komplex vorhandene Oekonomie stimmuliert. Der "Potlatch" war fuer den "Chief" (Haeuptling) die Gelegenheit die Ansprueche aus seiner Ahnenfolge zu erneuern. Einbegriffen waren zum Beispiel Namen, Geschichten, Familienwappen("Totems"), Taenze, Fischrecht und andere Privilegien, die an die naechste Generation weitergegeben werden konnten. Die Gaeste mussten in Form von Geschenken und Guetern fuer Ihre Bezeugung bezahlt werden und stimmten mit den Darbietungen und Auslegungen ueberein, indem Sie die Geschenke akzeptierten und annahmen. Ebenso wurde durch die Vergabe zahlreicher Geschenke die Grosszuegigkeit des Gastgebers bezeugt. Hoch angesehene Gaeste zeigten dem Gastgeber und dem Namen seiner Familie Respekt, indem sie wertvolle Geschenke entgegennahmen.

Es gibt auch heute noch Gebiete und Gegenden, wo die "Potlatches" in der alt ueberlieferten Form gefeiert werden und mit seinen grossartigen und praechtigen Aspekten, begleitet von kuenstlerischer Darbietung, erblueht in der heutigen Zeit zusammen mit der Kultur und dem Geist der Indianer("First Nations People") der "Potlatch" der Nord-Westkueste wieder zu neuem Leben.

"Myth House Potlatch"
Bei Gordon Miller

Gordon Miller's Kunst ist bekannt fuer seine Liebe zum historischen Detail. Die Kunstwerke zeigen Einzelheiten aus seinen geschichtlichen Studien und haben Ihren Platz in den beruehmtesten Museen Kanada's gefunden. Sein Gemaelde der "Haida World Heritage Site" namens "Ninstints" haengt im Nationalmuseum von Kanada.
Gordon und seine Frau Dale leben in Vancouver, wenn sie nicht mit Ihrem Boot die spektakulaere und wundervolle Kueste Britisch Columbien's besegeln, von welcher Gordon's Kunst inspiriert ist.

Auf dem Kunstdruck "Potlatch" bei Gordon Miller, wird das "Whale House" in "Klukwan" dargestellt. Die Gastgeber tragen "Chilkat"-Decken und sind umgeben von Familienschaetzen. Sie sitzen vor einem grossen Gemaelde, dass den Namen "Rain-Screen" traegt. Es handelt sich hier um die Darstellung der im nordlichsten Teil der Westkueste lebenden Tlingit, Sie bewohnen eine der schoensten und wilden Gegenden entlang Alaska's.

Zur Ansicht des Kunstdruckes "Potlatch",bei Gordon Miller > "klicken Sie hier"

Anmerkungen zur Mythologie des Donnervogel & Killerwals "Thunderbird & Killer-Whale"

bei: Mark Henderson

Der "Donnervogel & Killerwal" auch Orcas genannt, sind zwei Zeichen aus der Mythologie der Indianer der Westkueste Kanadas. Der Donnervogle war ein grosser uebernatuerlicher Vogel, der mit dem schlagen seiner Fluegel den Donner kreierte. Killerwale waren seine Hauptnahrung. Der Donnervogel wuerde zum Wasser hinunter fliegen, den Killerwal fangen, dann in die Berge fliegen um dort seine Beute zu verspeisen.
Jede Familie nennt bestimmte Zeichen "Ihr Eigen".
Beide, der Donnervogel und der Killerwal sind Zeichen, die zu *Mark Hendersons Familie gehoeren.

Tanzhintergruende werden bei Zeremonien der Indianer in den Dorfhaeusern(big houses) aufgehangen. Sie repraesentieren den duennen Schleier, der uns von der mystischen und uebernatuerlichen Welt trennt. Die Darstellungen und Zeichen sind oft die der gastgebenden Familie.

Mark Henderson wurde 1953 geboren und ist ein Mitglied der "Wewaikum Band" in "Campbell River".
Sein Vater, Sam Henderson war ein sehr bekannter "Kwakwaka'wakw" - Kuenstler und seine Mutter, Quocksister Henderson, war die aelteste Tochter einer angesehenen Familie der "Wewaikum Band".
Mark's Eltern waren sehr darauf bedacht, die Kultur und Traditionen an Ihn weiterzureichen.
Mark Henderson war an vielen grossen Zeremonien(Potlatches) und Festlichkeiten beteiligt, er entwarf und kreierte Masken und grosse Tanzhintergruende(Dance-Screens) um die Taenze, die zu seiner Familie gehoeren aufzufuehren.
Mark begann sich im Alter von elf Jahren mit tradizionellen Zeichen zu beschaeftigen und genoss die volle Unterstuetzung seines Vaters in seinen Bemuehungen. Mit seiner Hilfe erlernte Mark die Prinzipien der "Kwakwaka'wakw" - Kunst und deren Motive.
Mark Henderson's Arbeiten wurden sowohl von den Kuenstlern des alten Stiel's als auch von besonderen Ereignissen der Gegenwart beeinflusst.

Mark Henderson July 1999

Zur Ansicht des Dance - Screens, bei Mark Henderson > "klicken Sie hier"

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Einblicke in den kulturellen Hintergrund der Taenze, Tanzbekleidung und Theaterstuecke der "Ersten Voelker"("First Nations") von der Nordwestkueste Kanada's.
Dieser Bericht beinhaltet unter Anderem Ausfuehrungen aus einem Interview mit "Chief" Michael Dangeli (aktiver Kuenstler, Taenzer und Lehrer). Michaels Abstammung ist "Nisga" und "Tsimshian". Sein traditioneller Name ist "Goothl T'similx". Dies heisst: "Das Herz des Bieberhauses" ("the heart of the beaver lodge"). Die Hauptgruppen("Clans") mit denen Michaels Familie in Verbindung steht, sind die des Adlers(Eagles), Raben(Ravens), Killerwhals(Blackfishs- Killerwhales-Orcas) und des Wolfes(Wolfs).

Zu den Umgangsformen und der Hoeflichkeit moechte ich erwaehnen, das wenn ein Gast, Stammesmitglied oder Kuenstler sich vorstellt, geschieht dies traditionell in einer bestimmten Art und Weise. Eine Festlichkeit, die mit kuenstlerischen Darbietungen und dem Vergeben von Namen einhergeht, wuerde zum Beispiel ein Anlass sein, sich formell der Tradition entsprechend vorzustellen. Zunaechst wird erwaehnt wer die Grosseltern sind oder waren und daraufhin folgend, von welchem "Haus" man abstammt. In welchem "Haus" man geboren wurde, ist vergleichbar mit dem Nachnamen in der westlichen Kultur. Dies gibt jemandem, der die Zusammenhaenge der Familien einer bestimmten Gegend kennt die Information, in welcher Verbindung die Person, die sich vorstellt mit anderen Leuten in der selben Gemeinschaft steht. Hierzu ist wichtig zu wissen, das die Namensvergebung von der muetterlichen Seite aus weitergereicht wird. Die "Totems" die jedem Kind zugesprochen werden, richten sich ebenfalls nach dieser Regel.

Michael gehoert zu dem "Bieber/Adler Clan" ("Beaver/Eagle Clan") der "Nisga" und ist vorwiegend durch den Einfluss seiner Grossmutter im Sinne und den Gebraeuchen der "Nisga" aufgewachsen. Er begann seine Einfuehrung in die Welt des Tanzens und der kunstvollen Fertigung von traditioneller Kleidung und Tanzmasken im Alter von fuenf Jahren.
In seinem Familienwappen(Crest) befindet sich der Bieber mit einem nicht zerbrochenen Stock, (ein Stueck Holz welches der Bieber im Mund traegt), Ringe(Skills), die ein Symbol fuer die "Potlatches"(grosses zeremonielles Fest) sind, welche der jeweilige "Chief"(Haeuptling) abhielt und das in seiner Familie untergeordnete Zeichen des Adlers und Heilbutts. Die jeweiligen Symbole zeigen unter anderem auch an, wie weit eine Familie zeitlich zurueck zu verfolgen ist. In der westlichen Welt gehen Stammbaeume einige hundert Jahre zurueck, jedoch die Zeitabmessungen hier sind erheblich laenger und koennen ein Zeugniss von tausenden von Jahren ablegen.

Der Stamm der "Nisga" hat seinen Ursprung im "Ness River Valley", einem Tal 500 Kilometer noerdlich von Vancouver, Britisch Kolumbien's, Kanada.
Hier im Norden an der Westkueste Kanada's in der Nachbarschaft von "Terrace" einem kleinen Ort am "Sceena-River"(ein Fluss, der auf der Hoehe von "Prince Rupert ins Meer fliesst) findet man eine Gegend vor, die eine Vielzahl von besonderen Merkmalen und Ueberraschungen aufzuweisein hat. Zum Beispiel ein ausgedehntes Vulkangebiet, mit seinen wunderschoenen Formen und ausgepraegten Landschaftseindruecken, die seines Gleichen suchen. Der "Sceena-River" ist einer der Hauptwasserswege fuer den Lachs, der vom Meer via "Sceena" seine Reise zu den Leichplaetzen antritt. Auch findet man in diesem Gebiet den auf der Welt einizartigen "Kermodibaer" ("Spirit Bear"). Der "Kermode"-Baer ist ein weisser Schwarzbaer und Ihm zu begegnen, ist fuer den Wildnissbeobachter oder Fotografen eine absolute Seltenheit. Es handelt sich hier nicht um ein Albino und das Vorkommen dieses Baeren betraegt zur Zeit etwa einhundert Stueck. Dieses seltene Exemplar eines Schwarzbaeren ist nur in einigen Teilen Nordamerika's zu Hause und vorzufinden. Ich habe dreieinhalb Jahre im Norden Kanada's gelebt und bin dem "Kermodibaer" verschiedentlich begegnet. Er ist ein freundlicher Geselle, jedoch versteht es sich von selbst, das man einen noetigen Abstand von Baeren halten muss um nicht stoerend zu wirken.

Michaels Liebe zu den Taenzen und der Kunst seiner jahrtausenden alten Kultur transformierte Ihn in einen ausdrucksstarken und geschaetzten Kuenstler des Nordwestens Kanada's und Nordamerika's. Er hat den Auspruch gepraegt, "Mein Ziel ist es, mitzuhelfen, mein Volk zu unterrichten, zu repraesentieren, bekannt zu machen und der Welt mitzuteilen, das wir nicht nur Objekte in Museen sind". Hiermit unterstreicht Michael Dangeli den aeusserst wichtigen Aspekt, das die Kunst der "Ersten Voelker" der Weskueste eine inovative, lebendige und bis zum heutigen Tage eine sich selbst staendig erneuernde und eigenstaendige Kunstrichtung ist.

"Chief"
Michael Dangeli und seine Partnerin Christine in traditioneller Kleidung.

Die Taenze und Tanzvorfuehrungen haben verschiedene Hintergruende, Wertigkeiten und Ausdrucksformen. Die Verschiedenheit der Taenze in ein Schema zu pressen, moechte ich hier nicht versuchen. Vielmehr werde ich einzelne interessante Aspekte aufgreifen und versuchen Diese naeher zu erklaeren. Ein Tanz kann zeremonieller und spiritueller Natur sein oder mehr in der Richtung eines Theaterstueckes vorgefuehrt werden. Der spirituelle Tanz beherbergt die Element des heiligen, traditionell geschuetzten; ist daher strengen Regeln unterworfen und wird nicht oeffentlich das heisst ausserhalb der Gemeinschaft dargeboten. Hier handelt es sich zum Beispiel um Festlichkeiten wie "Potlatches"(Die grossen Feste des "Potlatches" wurde in der Regel im Winter gefeiert.) oder Festlichkeiten die in "Longhouses"(grosszuegig angelegte und kunstvoll verzierte Gemeinschaftshaeuser) abgehalten werden. Diese Art des traditionellen Tanzens in der Gemeinschaft wird auch "Clan-Dancing" genannt. Es werden natuerlich in der Regel Gaeste eingeladen, die an den jeweiligen Festlichkeiten oder Anlaessen teilhaben. Alle Taenze, die keine strenge Bindung an die traditionellen Regeln und Vorschriften haben, koennen "oeffentlich" aufgefuehrt werden und werden auch nach Absprache mit den "Aeltesten"(Elders) modifiziert, umgebaut oder neu entworfen. Es ist nicht ungewoehnlich, das neue Lieder und Taenze komponiert und verfasst werden. Die "Altesten" um Rat zu fragen oder die neuen Taenze und Lieder mit Ihnen zu beprechen, um sicher zu stellen, das das Kulturgut entsprechend gehandhabt wird, ist eine Sache von Ehre, Respekt und Selbstverstaendniss. Einen neuen Tanz, Theaterstueck oder Lied ins Leben zu rufen, ist auch ein Lernprozess, da das "Feedback" der "Aeltesten" in einem offenen Dialog mit einfliesst, die Vergangenheit mit einbezogen wird und in jedem neuen Werk wiedergespiegelt ist.

Der Einfuehrungstanz "Chief" Michael Dangeli's Tanzgruppe ist der "Clan-Dance". Er stellt die vier "Clans" und Ihre Symbole an den Anfang der Vorfuehrung und zeigt so auf, wie Diese im "Clan-Systhem" in Zusammenhang stehen. In dieser Weise, stellt sich die Tanzgruppe selber vor und erklaert die Reihenfolge der Masken und Zeichen. Im Einfuehrungslied erscheint der Adler(Eagle) als Erster und der Rabe(Raven), Killerwhal(Blackfish- Killerwhale-Orcas) und Wolf(Wolf) folgen. Das Auftreten der verschiedenen "Clan-Zeichen" in dieser Reihenfolge steht nicht mit dem Rang eines Symbols in Verbindung, es ist lediglich die Auswahl der Tanzgruppe. Jedoch hat jedes Zeichen seinen eigenen Bezug im Sinne einer Historischen Begebenheit oder Geschichte, die diesem "Familien-Symbol" zugeordnet ist. Es gibt viele Taenze und muendlich ueberlieferte Geschichten ueber die Enstehung und spirituelle Verbindung zu jedem der "Familienzeichen". Die Legenden und Taenze beschreiben, das vor langer Zeit, als die Menschen von dem "Erschaffenden"("Creator") auf die Erde gebracht wurden, Dieser ebenfalls vier "Haeuser"("Longhouses") mit den verschiedenen Familienzeichen aufstellte. Der "Creator" unterschied auf diese Weise die Familien voneinander und bis zum heutigen Tag werden die Symbole der Familien bei der Partnerwahl beachtet um Familiennahe Beziehungen zu vermeiden.

Links,
Transformationsmaske:
"Eagleface"
rechts,
Tanzmaske:
"Humanface"
Kuenstlerischer Entwurf und Herstellung von
"Chief"

Viele Masken haben menschliche Zuege, sie symbolisieren Transformation und weisen so auf die innere Verbindung von Mensch und Zeichen("Totems") hin. In der Welt der ueberlieferten Legenden, Erzaehlungen, Taenzen und Gesaengen der "Ersten Voelker" finden wir Geschichten vor, die in der "westlichen Welt" mit den antiken Sagen der Griechen verglichen werden koennen. Diese wurden muendlich oder in Form von Vorfuehrungen weitergereicht oder als Neudarbietung einstudiert.

Der Begriff der Transformation spielt eine wesentliche Rolle in der Mythologie und dem Leben der "First Nations" an der Westkueste. Die Gegenwart kann hier als kreativer Uebergang von Vergangenheit und Zukunft angesehen werden. Den Tag zu leben - das Augenmerk auf die Zukunft gerichtet; jedoch mit dem Hintergrund, der stolzen Vergangenheit gerecht zu werden. Als Vorsatz: "Erneuere Dich, setze Dir eine weitere Huerde, die es zu ueberschreiten gilt; indem Du die Vergangenheit ehrst, jedoch einen neuen Tag bewusst erlebst und so ein Stueck Geschichte durch Dich in Szene gesetzt wird."

Links,
Transformationsmaske:
Kuenstlerischer Entwurf und Herstellung von
"Chief" Michael Dangeli.

Als wichtiges Beispiel moechte ich den Kopfschmucktanz erwaehnen.
Der Kopfschmucktanz war ein Tanz fuer die "Chiefs"("Oberhaupt"), die nicht grundsaetzlich mit einem Koenig oder einer Koenigin vergleichbar sind. Der Tanz beginnt in der Regel mit dem Auftritt einer Person die sich in der Medizin auskennt. Der Medizinmann ("Schamane") als Symbol und Zeichen fuer gute Medizin. Der Kopfschmuck darf nur von "Chief's" oder Anwaertern dieser Position getragen werden und im Vergleich zu einer Maske weist er auf hohere Kraft und Spirituallitaet hin. Die Stirn wird als Sitz der staerksten Energie und Kraft der Seele angesehen. Trommeln und die Rabenrassel werden in diesem Tanz als Instrumente und Symbole verwendet. Bei den Trommeln unterscheidet man von der Bauart und dem Klang her die Holztrommeln von den mit Fell bespannten. Jede Trommel erzaehlt ihre eigene Geschichte mittels der aufgebrachten Symbolik.

Ein "Chief" wird vom Erbrecht her in seine Position hineingeboren, muss jedoch seiner Aufgabe gemaess leben um anerkannt zu werden, da die Moeglichkeit besteht Ihn abzusetzen. Er hat die meisste Verantwortung in der Gemeinschaft, erwirbt Weisheit und Wissen in seiner Erziehung und ist in jeder Weise die Stuetze der Gesellschaft. Ein "Chief" wuerde in der Regel nicht selber tanzen, da dies seinem Stande nicht angemessen ist. Tanzen ist ein Weg um Kraft und innere Staerke zu zeigen und ein "Haeuptling" braucht sich nicht mehr in der Form von Taenzen zu beweisen, da er einem der hoechtsten Raenge angehoert. Er erfaehrt Ehrung durch Gesaenge oder Taenze die fuer Ihn geschrieben werden. Auf diese Weise kann ein durch Taten beruehmter "Chief" in den Texten Theaterstuecken und Vortraegen, die Ihm angedacht sind eine Art Unsterblichkeit erlangen, da Diese von Generation zu Generation weitergereicht werden.

Ein weiterer Tanz traegt den Namen "Challenge"("Herausforderung"). Dieser Tanz hat eine ausserordentlich grosse Bedeutung fuer die Maenner und Frauen die in dieser Auffuehrung mitwirken. Die geladenen Gaeste und Zuschauer verfolgen die Darbietung ebenfalls voller Spannung, da das Augenmerk hier auch auf das "Karisma" der Taenzerinnen und Taenzer gerichtet ist. Festlichkeiten wie "Potlatches" bieten sich natuerlich auch zur Partnersuche an, da in der Regel viele Gaeste von Nah und Fern eingeladen werden um an den zeremoniellen Ereignissen teilzunehmen. Alle "Zeichen" werden einzeln aufgerufen, treten hervor und nehmen an dem "Challenge-Dance" teil, so das die Zuschauer sehen koennen zu welchem "Haus"(Familie) die jeweiligen Taenzerinnen und Taenzer gehoeren. Der Tanz ist in voller Bewegung und harmonie mit der Musik, jeder gibt sein Allerbestes. Die Aufmerksamkeit ist nun auf die Trommler gerichtet, da sie jeden Moment den Takt unterbrechen werden. Das ist das Zeichen fuer die Taenzer in die Hocke zu gehen und wer diesen Schritt am tiefsten ausfuehrt, zeigt so seine Kraft, Ausdauer und Reaktionsfaehigkeit. Die Taenzerinnen zeigen in diesem Teil des Tanzes Ihre Eleganz und Geschmeidigkeit. Die Trommler nehmen den Takt wieder auf und die Tanzgruppe passt sich der Musik an und es erscheint, als ob die Trommeln nie aufgehoert haetten zu spielen.

Links,
Holztrommel:
Kuenstlerischer Entwurf und Herstellung von "Chief" Michael Dangeli.
Die Symbolik dieser Trommel erzaehlt von der Verbindung Michaels und seinen zwei Soehnen.

Der Klang der handgefertigten Trommeln und Musikinstrumente, die Tanzbekleidung, die Masken oder auch Puppen und andere Objekte, die zu Vorfuehrungen verwendet werden, sind dazu in der Lage, einen das "Hier" und "Jetzt" vollkommen vergessen zu lassen und man wird in eine Stimmung versetzt, die nur schwer zu beschreiben ist. Ich wuerde es als ein "magisches" Gefuehl der "Schwerelosigkeit" beschreiben, als ob man in eine neue spannungsvolle Dimension eintaucht oder entfuehrt wuerde.

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Seesterntransformation

Wie aus einem Seestern strahlendes Licht wird
Grossmutter und Enkelin lagen auf dem Gipfel des Huegels hinter ihrem Haus. Ueber ihnen, ver-streut wie Muscheln am Strand, lagen eine Million Sterne.
Es war Sommer und die Waerme des gerade vergangenen Tages umgab sie noch immer.
Sie hatten den Tag zusammen verbracht und Grossmutter hatte dem Kind gezeigt wie man die beeren von den Reben sammelt, die entlang des Weiers wuchsen. Sie hatte ihr gezeigt wie man die Reben mit einem Stock anhebt um die reifen Beeren zu finden die andere uebersehen hatten.
Nachdem sie die Beeren mit nach Hause genommen hatten half die Enkelin ihrer Grossmutter aus den suessen Beeren eine dicke Marmelade zu machen, die den kommenden Winter ueber ausrei-chen wuerde.
Es war nun dunkel geworden und sie hatten sich zu einem Spaziergang auf den Huegel aufgemacht um sich den sommerlichen Sternenhimmel anzusehen.
Grossmutter langte hinueber, nahm die Hand ihrer Enkelin und drueckte sie.
Ueberihnen zog ein Lichtschein ueber den Himmel.
"Was war das?" fragte die Enkelin.
"Das war ein Stern, der herunter kam um hier auf der Erde mit uns zu leben." sagte Grossmutter.
"Warum kommt er zum Leben hier herunter?" fragte das Maedchen.
Grossmutter antwortete: "Irgendwo wurde, als wir diesen sinkenden Stern sahen, ein neuer Mensch geboren. Der Geist dieses Sterns wurde zu einem Teil dieses kleinen Kindes. Er wird dem Kind eine besondere Energie schenken um ihm zu helfen von den Ahnen zu lernen."
Die Enkelin sagte: "Genau wie ich von dir heute das Beerensammeln gelernt habe."
"Ja", antwortete Grossmutter, "Auch du hast die Kraft eines Sterns in dir, die dich dazu treibt von an-deren lernen zu wollen.
Das kleine Maedchen ueberdachte all dies einen Moment und fragte dann: "Wenn der Geist eines Sterns zu einem Teil des Neugeborenen wird, was passiert dann mit dem Stern selbst?"
Grossmutter antwortete: "Der Ster sinkt auf den Boden des Ozeans, wo er sich in einen Seestern verwandelt. Er lebt dort mit den anderen Sternen bis die Zeit kommt wenn sein Geist zurueck in den Himmel steigt um ein helles Licht fuer die Reise von jemand anderem zu werdent.

Freie Uebersetztung nach Rober James Challengers Erzaehlung "Starfish Becomes a Shining Light" aus "Salmon's Journey and more Northwest Coast Stories", von Michael Schumacher

Sisiutl

Eine dramatische, mythische Figur, die oft von Kwagiutl Kuenstlern portraitiert wurde ist Sisiutl, die zweikoepfige Seeschlange.
Dieses uebernatuerliche Geschoepf ist dazu im Stande sich in die verschiedensten Dinge zu verwan-deln, so zum Beispiel in ein selbstfahrendes Kanu, welches der Besitzer mit Seehunden zu fuettern hat.
Sisiutl toetet und frisst jeden der sie gesehen hat und waescht sich im Blut ihrer Opfer, wodurch ein Mensch zu Stein wird. Die Legende erzaehlt von einem Mann dessen Haende auf diese Weise ver-trockneten.
Die unglaubliche Sisiutl bewacht auch das Haus der uebernatuerlichen Geschoepfe und wurde des-shalb oft ueber Eingaengen verewigt um die Bewohner eines Hauses zu beschuetzen.
Sisiutl wird immer mit einem Gesicht im Zentrum ihres Koerpers dargestellt, wobei sich die beiden Enden der Schlange seitlich von diesem Gesicht wegbewegen, oder sich zu einem Kreis anordnen.
Die an beiden Ender und im Zentrum skizzierten Koepfe haben dabei abgerundete hornaehnliche Anheange vergleichbar mit denen des Donnervogels. Grosse runde Nuestern, spitze Zehne und eine lange hervorschnellede Zunge komplettieren die Schlangenkoepfe. Im Fall des kreisfoermigen De-signs fuellt meist ein anderes Motiv den Platz in der Mitte aus.

Adlerreflektion

An der Kueste des Ozens flackerte ein abendliches Feuer, als die Familie im Camp ueber den ver-gangenen Tag sprach um nun den kommenden Tag vorzubereiten.
Grossvater sprach: "Wir sind alle an verschiedenen Stationen auf unserem Lebensweg. Manche ha-ben gerade erst die Reise begonnen, andere befinden sich dagegen schon in der Mitte ihres Weges, wieder andere, wie ich etwa, naehern sich dem Ende der Reise. Entlang dieses Weges musste ich oft die Entscheidung fuer den richtigen Weg treffen."
Sein Enkel fragte:" Woher wusstest du ob du richtig entscheidest?"
Der alte Mann antwortete:" Wenn ich nicht sicher war, so sah ich in den Himmel um zu beobachten in welche Richtung der Adler flog. Es schien mir so als koennte ich nur echtes Glueck und echte Zu-friedenheit finden wenn ich dem edlen Pfad des Adlers folgen wuerde. Obwohl dieser Pfad oft steiler, enger und anspruchsvoller war, beschuetzte der Adler die, die ihm folgten und half ihnen auf ihrem Weg.
Jetzt bin ich alt, schaue zurueck und sehe die, die einen anderen Weg einschlugen. Als die Reise laenger wurde, gestaltete sich ihr Weg immer schwerer. Eine falsche Entscheidung fuehrte zur naechsten und ohne den Adler als Fuehrer, gig jeder von ihnen letztlich verloren auf seinem Weg und wurde vergessen.
Er hielt inne, sah sich in seiner Familie um und sagte:" Unsere Leben spiegeln den Weg wieder dem wir uns entscheiden zu folgen. Diejenigen von euch die sich fuer den edlen Pfad entscheiden wer-den ein Leben leben, welches sie mit Glueck und Bewunderung belohnt, so wie der Adler. Diejenigen jedoch, die den scheinbar einfacheren Weg einschlagen werden ein Leben haben, welches alle ihre Fehler widerspiegelt.
Denkt daran, wenn der Adler in stilles Wasser schaut, so ist sein Spiegelbild das eines edlen Vogels.
Wenn ihr euch fuer den richtigen Weg entscheidet, dann werdet ihr im stillen Wasser das Spiegelbild eines edlen Menschen sehen.

Freie Uebersetztung nach Robert James Challengers Erzaehlung "Eagle's Reflection" aus "Eagle's Reflection and more Northwest Coast Stories", von Michael Schumacher